Heumilch 2016 weiterhin auf Erfolgskurs

Heumilch 2016 weiterhin auf Erfolgskurs

 

2016 wurden in Österreich 480 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet – 100 Prozent in der Vermarktung – 30 Millionen Euro Mehrwert für Heumilchbauern – grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Export

 

Die ARGE Heumilch zieht eine positive Bilanz für das abgelaufene Jahr. So waren im Vorjahr 100 Prozent der österreichischen Heumilch in der Vermarktung. 2016 lag der Heumilchzuschlag bei rund sieben Cent je Kilogramm und konnte damit seit Start der Kampagne versiebenfacht werden. Bei Bioheumilch waren es sogar 18 Cent pro Kilogramm. „Der Mehrwert für unsere Bauern betrug 2016 mehr als 30 Millionen Euro. Wir konnten dank umfassender Vermarktungsaktivitäten gemeinsam mit den Molkereien und Käsereien, dem Konsumentenvertrauen und der Kooperationsbereitschaft des Lebensmittelhandels den schwierigen Entwicklungen auf dem Milchmarkt entgegensteuern und Heumilch erfolgreich als Nische positionieren. Damit konnten wir den Milchpreis annährend konstant halten und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der österreichischen Heuwirtschaft leisten. Diese positive Entwicklung wollen wir auch 2017 fortsetzen“, betont Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch.

Im heurigen Jahr wird unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenbogen groß geschrieben. „Unser Ziel ist es, mit einem einheitlichen Auftritt die Kräfte zu bündeln und Heumilch auf den internationalen Märkten noch bekannter zu machen“, erläutert Neuhofer. Im Oktober 2016 wurden daher ein Kooperationsvertrag mit der Heumilch Schweiz abgeschlossen und gemeinsame Aktivitäten in Deutschland vereinbart, die 2017 starten.

Derzeit liegt der Anteil an traditionell hergestellter Milch in der Schweiz bei über einer Milliarde Kilogramm, das sind rund 30 Prozent. Allerdings wurden die Vorteile von Heumilch in der Vergangenheit nicht speziell kommuniziert. Walter Münger, Präsident der Heumilch Schweiz: „Hier wollen wir ansetzen und mit den positiven Heumilch-Assoziationen die Wertschöpfung der silofreien Produktion nachhaltig steigern.“

 

 g.t.S.: Noch mehr Qualität und Unverfälschtheit
Ein Höhepunkt im Jahr 2016 war die Verleihung des EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – an die Heumilch. Es wurde erstmalig im deutschsprachigen Raum vergeben und steht für einen besonderen Schutz, für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit. Um das Potenzial und die positive Wirkung des Gütesiegels für die Heuwirtschaft zu nutzen, war Heumilch g.t.S. das Kernstück aller Werbemaßnahmen.

Die Begutachtungsfrist für Schaf- und Ziegenheumilch g.t.S. ist in Österreich positiv verlaufen. Der Antrag zur Eintragung als geschützte Bezeichnung wird nun in Brüssel gestellt.

Ausblick auf 2017
In Österreich werde sich die ARGE Heumilch 2017 auf die Zusammenarbeit mit dem gesamten Lebensmittelhandel konzentrieren, kündigt Koordinator Andreas Geisler an. „Wir werden die inneren Werte kommunizieren: Nachhaltigkeit, Genuss und den Erhalt der Artenvielfalt. Damit sollen auch die guten Bekanntheitswerte bei den Konsumenten gesichert werden.“ Auf dem Programm stehen klassische Marketingmaßnahmen, Gewinnspiele, ein neues Heumilch-Kinderbuch und eine Fibel mit dem Schwerpunkt „Heumilchkäse und seine Freunde“.

Kernstücke des länderübergreifenden Auftritts im Export sind die Aktivitäten im deutschen Lebensmittelhandel mit der Heumilch-Alm, der Heumilch-Käseschule und dem Heumilch-Almzauber. Dabei werden Kunden mit einem 6-Gänge-Menü inklusive Weinbegleitung bekocht, um ihnen weitere Einsatzmöglichkeiten von Heumilchprodukten näherzubringen.

„2017 werden wir auch den Social-Media-Bereich weiter ausbauen“, sagt Geisler, „wir intensivieren unsere Präsenz auf Facebook und YouTube, starten einen eigenen Instagram-Auftritt und werden Aktivitäten mit Bloggern setzen.“

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