10 Jahre ARGE Heumilch: Wertschöpfung, Absatz und Bekanntheit wurden kontinuierlich erhöht

10 Jahre ARGE Heumilch:  Wertschöpfung, Absatz und Bekanntheit wurden kontinuierlich erhöht

100 Prozent der heimischen Heumilch in der Vermarktung – Absatz ist seit 2009 um mehr als 115% Prozent gestiegen – Vermarktungsoffensive bis 2020 verlängert – Ziel ist Eintragung als „geschützte traditionelle Spezialität g.t.S.“.

Im Jahr 2004 haben sich österreichische Heumilchbauern und -verarbeiter zur ARGE Heumilch zusammengeschlossen. Wichtigste Ziele waren die Erhöhung der Wertschöpfung für alle Partner, die Unterstützung für Heumilchbauern, Verarbeiter und Vermarkter sowie die Produktion von Spezialitäten mit hohem Wert für die Konsumenten.

„Anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens können wir eine sehr positive Bilanz ziehen – von den Absatzzahlen über die Wertschöpfung bis zum Bekanntheitsgrad. Die jährlich 425 Millionen Kilogramm Heumilch sind zu 100 Prozent in der Vermarktung“, erklärt Obmann Karl Neuhofer. Besonders erfreulich habe sich der Heumilchzuschlag für die Bauern entwickelt: „Dieser hat sich seit dem Start der umfassenden Vermarktungsoffensive im Jahr 2009 auf fünf Cent pro Kilogramm verfünffacht. Der Mehrwert für die Heumilchbauern liegt heute bei mehr als 15 Millionen Euro pro Jahr. Unser Ziel ist es, diesen Wert weiter auszubauen.“

Stetiger Aufwärtstrend
Kontinuierlich zugelegt habe die Heumilch auch in puncto Absatz und Bekanntheit, sagt Andreas Geisler, Koordinator der ARGE Heumilch: „Der Absatz an Heumilchprodukten im österreichischen Lebensmittelhandel hat sich im Zeitraum 2009 bis 2013 um mehr als 115 Prozent auf über 40.000 Tonnen erhöht – auf dem gesamten Molkereimarkt sank er im gleichen Zeitraum um nahezu vier Prozent.“

Ein wesentlicher Baustein für den Erfolg sei die Innovationskraft und Kreativität der Hersteller sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Handel, betont Geisler: „Zum Vergleich: Vor zehn Jahren gab es im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel nur wenige Heumilchprodukte, heute sind es 500.“ Die gestützte Bekanntheit von Heumilch und Heumilchprodukten liegt in Österreich bei rund 80 Prozent.

Der eingeschlagene Weg werde auch in Zukunft fortgesetzt, sagt Geisler: „Es gibt einen Grundsatzbeschluss, die Vermarktungsoffensive bis 2020 fortzuführen. Damit wollen wir auch weiterhin die inneren Werte der Heumilch kommunizieren: Artenvielfalt, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Genuss.“

Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot
Die österreichischen Heumilchbauern leisten dank der extensiven Bewirtschaftung der Grünlandflächen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen. Die biologische Vielfalt ist gerade durch die Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion stark gefährdet. Außerdem trägt Heumilchwirtschaft maßgeblich zur Schonung wertvoller Ressourcen bei.

Ziel: Heumilch als geschützte traditionelle Spezialität
Ein weiteres Ziel der ARGE Heumilch ist die Eintragung von Heumilch als „geschützte traditionelle Spezialität g.t.S“. Der Antrag wurde von der ARGE Heumilch bei der Europäischen Kommission in Brüssel eingebracht. Geisler: „Heumilch wäre das erste Erzeugnis, das diese Bezeichnung in Österreich tragen dürfte.“

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