24 Millionen Euro Mehrwert für Heumilchbauern

24 Millionen Euro Mehrwert für Heumilchbauern

2017 wurden 480 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet – Absatz der Heumilch stieg um sieben Prozent und damit deutlich über dem Gesamtmarkt – ARGE Heumilch hat für 2018 wieder ein umfassendes Vermarktungspaket geschnürt: von klassischen Maßnahmen bis zum Grill-Rezeptheft – in diesem Jahr wird besonders das Thema „Tierwohl“ in den Fokus gerückt, im März fällt der Startschuss für die „Kuhwohl-Initiative“

Im abgelaufenen Jahr wurden in Österreich 480 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet. Das erklärte Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. Heumilch ist zu 100 Prozent in der Vermarktung. Der Heumilchzuschlag betrug fünf Cent je Kilogramm. „Damit konnte für unsere Bauern ein Mehrwert von 24 Millionen Euro geschaffen werden“, bilanzierte Neuhofer. Der Absatz von Heumilch stieg im österreichischen Lebensmittelhandel im Vorjahr um sieben Prozent auf rund 45.000 Tonnen, der Umsatz um 8,7 Prozent auf rund 125 Millionen Euro. Damit liegt die Heumilch deutlich über dem Gesamtmarkt, der beim Absatz 0,7 Prozent, beim Umsatz 3,3 Prozent dazugewinnen konnte.

Im März startet die Heumilch-Kuhwohl-Initiative
Ein Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema Tierwohl. Bei der sogenannten „Heumilch-Kuhwohl-Initiative“ rückt die ARGE Heumilch in den Mittelpunkt, welch tierfreundliche Maßnahmen die Heumilchbauern tagtäglich für ihre Tiere durchführen. Koordinator Andreas Geisler: „Ein wesentlicher Eckpfeiler ist die artgerechte Fütterung. Heumilchkühe bekommen frische Gräser und Kräuter im Sommer sowie Heu im Winter. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot, der aus Europa stammen muss und kontrolliert gentechnikfrei ist. Vergorene Futtermittel sind strengstens verboten.“

Außerdem ist eine dauernde Anbindehaltung untersagt. Laufställe, Auslauf und Weide sorgen für ausreichend Bewegung der Tiere – und das mindestens 120 Tage im Jahr. Auch wird dafür gesorgt, dass jede Heumilchkuh im Stall über ihren eigenen Liegeplatz verfügt. „Das ist wichtig, da Kühe im Durchschnitt 12 bis 14 Stunden täglich ruhen und dabei wiederkäuen“, erläutert Geisler.

Ein weiterer Vorteil sind die kleinen Bestände. „Heumilchbauern können ganz besonders auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kühe eingehen – dazu zählt auch die Förderung der Tiergesundheit“, betont Geisler. Alle Heumilchbauern sind Mitglied beim Tiergesundheitsdienst. Mit professioneller Beratung durch den Tierarzt wird bei regelmäßigen Kontrollen vorbeugend das Wohlergehen der Heumilchkühe überprüft.

Bunter Reigen von Vermarktungsaktivitäten
Um die Konsumenten und Konsumentinnen auch 2018 von den Vorzügen der Heumilch zu überzeugen, hat die ARGE Heumilch wieder ein umfassendes Paket geschnürt. Die Bandbreite reicht von klassischen Maßnahmen in Print, Online, Social Media und TV über ein neues Kinderbuch und die Fibel „Heumilchkäse und seine Freunde“ bis zum bereits achten Rezeptheft. Andreas Geisler: „Erstmals präsentieren wir ein Rezeptheft mit kreativen Ideen für das Grillen mit Käse.“

Im deutschen Handel will die ARGE Heumilch unter anderem wieder mit Verkostungsalmen punkten. In ausgewählten Lebensmittelmärkten finden Almzauber-Kundenabende statt. Dort werden authentische, österreichische Almgerichte vor den Augen der Kunden zubereitet und können verkostet werden.

 

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