ARGE Heumilch: Essen ist fertig

ARGE Heumilch: Essen ist fertig

Mit einer besonderen Aktion in den Heumilch-Regionen läutet die ARGE Heumilch die Weidesaison 2012 ein – überdimensionales Besteck und Heumilch-Logo machen auf Besonderheiten der Heumilchwirtschaft aufmerksam

Pünktlich zum Start der diesjährigen Weidesaison macht die ARGE Heumilch jetzt mit einer Aktion auf die natürliche Fütterung im Jahreskreislauf aufmerksam, erklärt Obmann Karl Neuhofer: „Unter dem Motto ‚Essen ist fertig’ werden auf Wiesen im Tiroler Unterland in Kirchbichl und im Salzburger Flachgau in Eugendorf überdimensionale Heumilch-Logos sowie Gabel und Messer platziert. Damit wollen wir zeigen, dass die Kühe jetzt wieder auf die Weide kommen und dort einen einzigartigen Futterreichtum an Gräsern und Kräutern vorfinden.“

Auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen wachsen insgesamt rund 1.000 Gräser und Kräuter. Darunter befinden sich so interessante Namen wie Knäuelgras, Skabiosen-Flockenblume oder Wiesen-Fuchsschwanzgras. „Diese Artenvielfalt ist eine wichtige Grundlage für die hohe Qualität der heimischen Heumilch-Spezialitäten“, sagt Neuhofer. „Und das schmeckt nicht nur unseren Kühen, auf deren Menüplan eine Vielzahl von verschiedenen Gräsern und Kräutern stehen. Denn je höher der Artenreichtum, umso höher das Aroma und die Qualität der Milch. So naturnah und traditionell wird sonst keine Milch hergestellt.“

Heumilchwirtschaft schont Ressourcen
Wir möchten mit ‚Essen ist fertig’ aber auch auf die nachhaltige Herstellung von Heumilch hinweisen“, so ARGE Heumilch-Koordinator Andreas Geisler. Denn die Heumilchwirtschaft nimmt auch in der Zukunftsfrage der Versorgung von Mensch und Tier mit Nahrungs- und Futterquellen eine einzigartige Vorreiterrolle ein. „Um das ‚direkte Brot’ vom Feld entsteht zunehmend harte Konkurrenz“, weiß Geisler. In energieaufwendig industrialisierten Agrarsystemen landet bereits ein großer Teil der globalen Getreideernte in den Futtertrögen von Nutztieren wie Schweinen, Geflügel und auch Rindern. Und das, obwohl eiweißreiche Nahrung wie Getreide, Soja und Mais auch direkt vom Menschen konsumiert werden kann. „Dabei benötigen Wiederkäuer wie Kühe zum Produzieren von Milch und Fleisch eigentlich gar keine solchen Futterquellen, da sie lebensnotwendiges Eiweiß direkt von Weide, Wiese und Alm in Form von Gras und Heu verwerten können“, so der Milchexperte. Österreichs Heumilch-Bauern und -Verarbeiter liegen mit ihrer nachhaltigen und ressourcenschonenden Bewirtschaftung also voll im Trend.

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