ARGE Heumilch präsentiert neue Gräser- und Kräuterfibel

ARGE Heumilch präsentiert neue Gräser- und Kräuterfibel

86 Seiten starkes Nachschlagewerk „Was Heumilch-Kühen schmeckt“ gibt einen fundierten Überblick über die 50 wichtigsten Gräser und Kräuter, die auf Österreichs Weiden, Wiesen und Almen wachsen – Artenreiches Futter trägt maßgeblich zur hohen Qualität der österreichischen Heumilch bei.

Insgesamt gibt es in ganz Österreich hunderte verschiedene Gräser und Kräuter, auf den einzelnen Wiesen- und Weideflächen gedeihen rund 50 davon. Einen fundierten Überblick über die wichtigsten Pflanzen hat die ARGE Heumilch in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Institut der Universität Innsbruck in der neuen Gräser- und Kräuterfibel zusammengefasst. Diese wurde am Donnerstag von Bundesminister Niki Berlakovich, ORF-Moderator Sepp Forcher, ARGE-Obmann Karl Neuhofer und Heumilch-Koordinator Andreas Geisler in Wien vorgestellt.

Berlakovich: Heumilch steht für Qualität, Regionalität und natürliche Vielfalt

„Die Produktion von Heumilch zeichnet sich durch Qualität und Regionalität aus und ist auch ganz im Sinne der natürlichen Vielfalt, der Biodiversität. Dies wird durch die Gräser- und Kräuterfibel verdeutlicht“, betont Berlakovich. „Die Konsumentinnen und Konsumenten wollen nachweislich eine naturnahe Landwirtschaft und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Mir ist es wichtig, diesen Weg der österreichischen Landwirtschaft weiter zu verfolgen. Er muss gleichzeitig auch als Wettbewerbsvorteil genutzt werden, denn mit veredelten, hochqualitativen Produkten aus der Region können die Heumilchbauern am Markt punkten“, so der Minister. „Außerdem leisten die Bäuerinnen und Bauern einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer abwechslungsreichen Lebensräume, der nicht zuletzt für den Tourismus von entscheidender Bedeutung ist. Der ökologisch wertvolle Artenreichtum im Grünland und auf den Almen kann und muss durch diese nachhaltige und ursprüngliche Form der Milchwirtschaft bewahrt werden. Ich werde mich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass unsere Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft ausreichend für diese wertvollen Leistungen entlohnt werden“, betont Berlakovich.

Wissen bleibt erhalten

Auch Sepp Forcher, Repräsentant der Volkskultur, der sich seit vielen Jahren für die Artenvielfalt einsetzt, begrüßt die neue Fibel: „Mit diesem Werk hat die Unwissenheit über die grünende Welt außerhalb des Ozeans der Kochbücher und Rezepte endlich ein Ende. Wer diese Fibel liest, wird sich wundern, dass man bis jetzt so viel Lebensvielfalt mit ebenso viel Geringschätzung bedacht hat.“ Forcher hat vor seiner Fernsehkarriere selbst eine Almhütte bewirtschaftet: „Ich bin froh, dass das Wissen über die einzigartige Pflanzenwelt auf den heimischen Almen, Weiden und Wiesen nicht verlorengeht.“

Artenvielfalt als Grundlage

Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Die Fütterung der Milchkühe wird der jeweiligen Jahreszeit angepasst. Im Winter werden die Kühe mit Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot gefüttert. Nahrungsquelle im Sommer sind bis zu 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen bzw. Almen. „Dieses artenreiche Futter trägt maßgeblich zur hohen Qualität der Milch bei“, sagt Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch Österreich.

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