Warum ich Heumilchbauer bin

Kühe werden nicht nur gehalten, sondern gehören verwöhnt. Davon bin ich als Heumilchbauer zutiefst überzeugt. Die Entscheidung für eine nachhaltige Wirtschaftsweise und die artgemäße Haltung und Fütterung meiner Tiere würde ich jederzeit wieder treffen.

Dass ich Bauer werden will, war mir schon immer klar. Bereits in der Volksschule stand mein Entschluss fest. Mich hat schwer beeindruckt, wie mein Großonkel damals mit den Tieren lebte. Er konnte soviel draußen in der Natur sein. Ich besuchte dann die Landwirtschaftsschule in Rotholz. Dort habe ich auch meine erste Silo-Milch gekostet. Was soll ich sagen? Sie hat mir einfach nicht wirklich geschmeckt.

Ausgleich im Stall
Mein Großonkel hat mir von Anfang an die Heumilchwirtschaft vorgelebt. Vor 20 Jahren habe ich den Kuchlerhof dann von ihm übernommen. Tagsüber arbeite ich in unserem Familienbetrieb, dem Auenhotel Tux in Lanersbach. Für die Tiere sorge ich in der Früh und nach der Arbeit. So wird es nie langweilig. Meine Grauviehherde ist sozusagen mein Ausgleich. Ich genieße es sehr, mich um sie zu kümmern. Natürlich ist die Arbeit manchmal mühsam – aber fast immer macht sie mir sehr viel Freude.

 

Im Rhythmus der Natur
Besonders schön ist, dass ich mit den Tieren im Lauf der Jahreszeiten lebe. Im Winter verbringen sie gerne viel Zeit im warmen Stall, da haben auch meine Familie und ich etwas mehr Ruhe. Wenn wir die Tiere im Frühling auf die Niederalm führen, starten wir meist bald mit dem ersten Schnitt der Heuernte. Das bedeutet viel Zeit in der Natur, die ich auch trotz Anstrengung genieße.

Mein Ältester geht jetzt schon in die Landwirtschaftsschule Rotholz. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt! Ich hoffe, dass ich den Hof noch viele Jahre bewirtschaften und dann vielleicht an meinen Sohn übergeben kann.

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