Zu Besuch bei Heumilchbauer Andreas

Ihr habt ihn sicher schon gesehen: Heumilchbauer Andreas ist seit vergangenem Herbst das „Gesicht“ unserer Kampagne zur Heumilch-Kuhwohl-Initiative. Dass eine tierfreundliche Haltung für Andreas kein Marketing, sondern tägliche Realität ist, haben wir bei unserem Besuch am Kuchler Hof miterlebt.

„Servus Mädels!“ – So begrüße ich meine sieben Grauvieh-Damen jeden Morgen, wenn ich die Stalltür das erste Mal öffne. Die „Mädels“ wissen dann genau, was kommt: Unser Morgenritual. Ich drehe das Radio auf und melke die Kühe stets in der gleichen Reihenfolge. „Glocke“ zum Beispiel ist immer als Vierte dran. Sie schaut mir die ganze Zeit genau zu – und erst wenn sie gemolken wurde, frisst sie weiter. Jetzt im Winter mische ich immer ein bisschen Getreideschrot zum Heu. Das gibt einen gewissen Crunch. So haben meine Mädels ihr persönliches Müsli.

Zu Besuch bei HM Bauer Andreas

Familienbetrieb mit Herz

Unser Kuchlerhof liegt auf 1.500 Metern in Tux im Zillertal. Die gewonnene Bio-Heumilch geht zur Verarbeitung direkt an die Erlebnissennerei Zillertal.

Zusammen mit meiner Frau Carolin und unseren drei Kindern Moritz, Anna und Lisa lebe ich auf dem Bauernhof, der uns Tag für Tag einen atemberaubenden Ausblick bietet. Es ist mir wichtig, meine Familie stets um mich zu haben.

Heute ist es am Hof vergleichsweise ruhig. Im Winter sind die Heumilchkühe meist im warmen, gemütlichen Stall oder sie genießen die frische Luft und die Wintersonne im Auslauf. Das ändert sich im Frühling: Wenn ich die ersten frischen Gräser und Kräuter zufüttere, dann ist Action im Stall. Die Kühe werden richtig unruhig, weil sie sich schon auf die Alm freuen!

 

Heumilchkühe im Alm-Fieber

Wenn es Ende Mai dann endlich warm genug ist, um den Weg auf die Eggalm auf 1.900 Metern anzutreten, gibt es kein Halten mehr. Meine älteste Kuh „Krone“ – sie ist bereits neun Jahre alt – zeigt den Anderen sicheren Schrittes den Weg. Antreiben muss ich keines von meinen Mädels!

Auch wenn sie alle frische Luft, Auslauf und saftige Weiden lieben, sind meine Grauvieh -Damen doch sehr unterschiedlich. Jede Kuh hat ihren ganz eigenen Charakter, der oft auch an die nächste Generation weitergegeben wird. ‘Selma‘ beispielsweise ist eine ganz feine, ruhige Kuh – das hat sie von ihrer Mutter! Ich kenne jedes Tier meiner kleinen Herde ganz genau und muss immer wieder schmunzeln, wie verschieden sie alle sind.

Alm genießen die Heumilchkühe im Sommer jeden Tag frische Gräser und Kräuter.

Ob ich ein besonderes Geheimnis habe, damit es allen meinen Kühen gut geht? Ich verrate euch einen alten Kniff von meinem Großonkel: Auch auf der Alm, wenn sie den ganzen Tag frische Gräser zur Verfügung haben, gebe ich meinen Kühen am Abend nach dem Melken etwas Heu zu fressen. Das ist besonders gut für den Magen der Kühe und die Mädels freuen sich über die Abwechslung!

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