Heumilch-Bauern leisten positiven Beitrag zur Artenvielfalt

Heumilch-Bauern leisten positiven Beitrag zur Artenvielfalt

Mitglieder der ARGE Heumilch erhalten die österreichischen Almen und damit besonders artenreiche Flächen – 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern als ideale Grundlage für hochqualitative Heumilch

Die Biodiversität in den österreichischen Alpen ist eng mit der Bewirtschaftung durch die heimischen Heumilch-Bauern verknüpft. „Die Mitglieder der ARGE Heumilch leisten einen essentiellen Beitrag zur Biodiversität, indem sie die Artenvielfalt fördern“, erklärt Andreas Geisler, der die Vermarktungsoffensive der ARGE Heumilch Österreich koordiniert. „Extensiv genutzte Flächen wie Magerwiesen, Trockenrasen und Feuchtwiesen weisen eine besonders hohe Dichte an Pflanzenarten auf“, sagt Geisler. Dieser ökologisch wertvolle Artenreichtum im Grünland und auf den Almen könne nur durch eine nachhaltige und ursprüngliche Form der Milchwirtschaft bewahrt werden.

Intensive Landwirtschaft sei der größte Feind der Artenvielfalt. Um den maximalen Futterertrag zu erreichen, werden dort nur mehr wenige, sehr spezifische Pflanzen verwendet, die einen erhöhten Düngebedarf, den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und eine permanente Nachsaat zur Folge haben.

Füttern im Jahreslauf
Die Besonderheit an der Herstellung von Heumilch, der ursprünglichsten Form der Milcherzeugung: Die Fütterung der Milchkühe wird der jeweiligen Jahreszeit angepasst. Im Winter werden die Kühe mit Heu und mineralstoffreichem Getreideschrot gefüttert. Nahrungsquelle im Sommer sind bis zu 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen bzw. Almen. „Dieses artenreiche Futter trägt maßgeblich zur Qualität der Milch bei, die wiederum der Rohstoff für hochqualitative Spezialitäten ist“, erläutert Geisler.

Schutz vor Verdunkelung
Ein weiterer positiver Effekt der Heumilchwirtschaft: Würden die Berggebiete und Almen nicht bewirtschaftet, drohe die Verdunkelung dieser Kulturlandschaften. „Die Offenhaltung dieser Flächen durch unsere Heumilch-Bauern stellt einen wichtigen Schutz vor Naturkatastrophen wie Hangrutschungen oder Muren dar“, sagt Geisler. „Darüber hinaus sind die gepflegten Landschaften ein attraktiver Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische, die auf der Suche nach Erholung sind.“ Rund 20 Prozent der österreichischen Bundesfläche werden durch die Bewirtschaftung von knapp 9.000 Almen genutzt.

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