Echt-Labkraut

Echt-Labkraut

Beschreibung: Das Echt-Labkraut ist eine Staude. Es erreicht eine Höhe von ca. 10 – 70 cm. Der Stängel ist zumindest oben deutlich vierkantig und trägt zahlreiche Blattwirtel zu 6 – 12 Blättern.

Die Blätter selbst sind sehr schmal – linealisch, nadelartig, nur bis ca. 1 mm breit und bis zu 15 mm lang. Die Blattoberseiten sind stark glänzend, der Blattrand ist nach unten umgerollt und die Blattunterseiten sind wie der Stängel kurzhaarig und matt. Die kleinen, intensiv nach Honig duftenden Blüten weisen vier goldgelbe Kronblätter auf und sind zu dichten, schmalen Rispen an den Stängelenden zusammengefasst.

Vorkommen: Das Echt-Labkraut weist eine relativ große Amplitude verschiedener Standorte auf. Sie reicht von Trockenrasen über wechselfeuchte Magerwiesen bis hin zu Pfeifengraswiesen, wobei kalkreiche Böden bevorzugt werden. Die Art gilt als Magerkeitszeiger mit eher geringem Futterwert. Die an Trockenheit angepasste Pflanze ist jedoch eine beliebte Bienenweide mit Hauptblüte während der Sommermonate.

Wirkung: Der Volksname Labkraut weist auf die meist historische Verwendung der Pflanze in der Käseherstellung hin. Labkraut-Arten enthalten das Ferment Lab, im Falle des Echt-Labkrautes bis zu 1 Prozent.

Weiters findet die Pflanze in der Volksmedizin Verwendung, vor allem als harntreibendes Mittel und bei Hauterkrankungen. Eine wissenschaftliche Bestätigung der Wirkung liegt jedoch nicht vor. Seltener ist die Verwendung als Färbemittel, die Blüten färben gelb (Käse), die Wurzeln rot.