Gemeine Schafgarbe

Gemeine Schafgarbe

Beschreibung: Die Gemeine Schafgarbe ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie erreicht eine Wuchshöhe von meist 7 – 70 cm. Die Gemeine Schafgarbe durchzieht die Wiesen mit langen unterirdischen Ausläufern, aus denen unverzweigte derbe Stängel austreiben. Die doppelt gefiederten und wechselständig stehenden Blätter riechen stark aromatisch. Die kleinen Blütenköpfe stehen in dichten schirmartigen Blütenständen. Die einzelnen Blütenköpfe setzen sich aus wenigen gelblich-weißen Röhrenblüten und meistens fünf weißen oder rosafarbenen Zungenblüten zusammen.

Vorkommen: Die Gemeine Schafgarbe ist eine typische Pflanze der warmen Wiesen, Weiden, Halbtrockenrasen und auch Äcker mit mittlerem Nährstoffgehalt.

Wirkung: Die Schafgarbe besitzt seit dem Mittelalter einen hohen Stellenwert und wurde von Hildegard von Bingen im Besonderen zur Wundheilung eingesetzt. Die Benediktiner verwendeten sie noch vor dem Hopfen als Hefewürze beim Bierbrauen. Als Färbemittel ist sie für gelbe und moosgrüne Töne verantwortlich. Im Brauchtum ist sie vielerorts Bestandteil des Gründonnerstagsgemüses oder von Suppen, die vor Krankheiten bewahren und Kraft geben sollen.

Die Gemeine Schafgarbe enthält ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe. Diese regen die Verdauungssäfte an und helfen bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich bei Mensch und Tier. Instinktiv wird sie besonders von erkrankten Schafen gerne gefressen.