Gewöhnlicher Glatthafer, Französisches Raygras

Gewöhnlicher Glatthafer, Französisches Raygras

Beschreibung: Der Glatthafer ist ein in Horsten wachsendes, ausdauerndes Gras mit tiefreichenden gelblichen Rhizomen. Die Halme werden 50 – 150 cm lang, die Blätter bis zu 1 cm breit und 40 cm lang und kräftig grün.

Die Blüten sitzen üblicherweise in zweiblütigen Ährchen, diese sind in lockeren oder zusammengezogenen Rispen angeordnet. Die Hüllspelzen sind häutig und zugespitzt, die untere Deckspelze (zwittrige Blüte) ist lang und gut sichtbar begrannt, die obere (männliche Blüte) trägt nur eine sehr kurze, oft in den Spelzen verborgene Granne.

Vorkommen: Der Gewöhnliche Glatthafer ist die Kennart der Glatthaferwiesen (Arrhenaterion elatioris) und in den gemäßigten Zonen Europas und Westasiens weit verbreitet.

Ursprünglich stammt er aus dem nördlichen Mittelmeerraum. Er bevorzugt zweischürige bis dreischürige Mähwiesen auf wechselfeuchten bis trockenen Böden in warmen Lagen und verträgt Beschattung nur bedingt.

Wirkung: Die wirtschaftliche Bedeutung des Gewöhnlichen Glatthafers ist groß, da er als Mähgras zur Heugewinnung gute Erträge liefert. Bei häufigem Schnitt und starker Beweidung verschwindet er allerdings bald. Wegen des Saponingehalts (bitterer Geschmack) wird er als Grünfutter nicht gerne gefressen.