Großer Wiesen-Bocksbart

Großer Wiesen-Bocksbart

Beschreibung: Der Große Wiesen-Bocksbart ist eine krautige Halbrosettenpflanze mit einer kräftigen Pfahlwurzel. Er erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 70 cm. Der hohle Stängel ist oben leicht angeschwollen und wie die schmalen, grasartigen Blätter kahl. Bei Verletzung tritt weißer, klebriger Milchsaft aus. Die zahlreichen gelben Zungenblüten sind in bis zu 7 cm großen Körbchen zusammengefasst, die von acht grünen, spitzen Hüllblättern umgeben sind. Die Staubblätter sind an ihrer Spitze braunviolett gefärbt, wodurch im Köpfchen ein gesprenkelter Eindruck entsteht. Die abgeblühten Zungenblüten ragen noch aus den zusammengefalteten Köpfchen wie ein Ziegenbart hervor und verleihen der Pflanze ihren Namen. Die Blütenköpfe öffnen sich bei Sonnenschein am frühen Morgen und schließen sich am frühen Nachmittag wieder. Die Früchte tragen bis zu 4 cm breite Fallschirmchen und ermöglichen eine effiziente Verbreitung.

Vorkommen: Der Wiesen-Bocksbart ist überall in Mitteleuropa auf nährstoffreichen, frischen Wiesen über basischem Untergrund verbreitet. Sommerwarme Plätze werden bevorzugt, staunasse Böden gemieden. Der Futterwert wird eher als gering angegeben.

Wirkung: Im Mittelalter wurde die Pflanze wegen des kohlehydratreichen Rhizoms noch als Nahrungsmittel angebaut, dann aber von der verwandten Schwarzwurzel abgelöst. Alle jungen Pflanzenteile können roh gegessen werden und schmecken süßlich.