Herbst-Zeitlose

Herbst-Zeitlose

Beschreibung: Die Herbst-Zeitlose ist ein Knollen-Geophyt mit tief im Boden steckender Knolle. Die Blätter wachsen bis zu 35 cm hoch, die Blüten zählen mit bis zu 25 cm zu den größten in der heimischen Flora. Die sattgrünen und etwas derb-dicklichen Blätter erscheinen im Frühjahr. Sie sind länglich-lanzettlich und ungestielt. Etwas später folgen im Zentrum der Blattrosetten die etwas aufgeblasenen Kapselfrüchte. Die Blüten erscheinen erst ab dem Hochsommer. Die sternförmig spreizenden Blütenblätter sind im unteren Teil zu einer langen, schmalen Blütenröhre verwachsen.

Vorkommen: Die Herbst-Zeitlose findet man zahlreich auf frischen, nährstoffreichen und basischen Böden, sowohl in Fettwiesen als auch in Auwäldern.

Wirkung: Die Pflanze zählt zu den giftigsten Pflanzen der heimischen Flora, sie enthält das Zellteilungsgift Colchizin. Colchizin wird weder durch Trocknung noch durch Silage ausreichend abgebaut. 1,5 – 2,5 kg frische Blätter und Früchte bzw. getrocknetes Pflanzenmaterial gelten als tödliche Dosis für Rinder. Für Erwachsene gelten 5 g der besonders giftigen Samen als tödliche Menge, für Kinder bereits 1 – 2 g. Um eine Ausbreitung der Herbst-Zeitlosen in den Wiesen zu verhindern, sollten die Einzelpflanzen Anfang Mai ausgestochen oder herausgezogen werden.

Achtung: Die Herbst-Zeitlose ähnelt dem Bärlauch (Allium ursinum). Bärlauch-Blätter unterscheiden sich jedoch durch einen deutlichen Stiel und sind weichlaubig, abgesehen vom markanten Knoblauchgeruch.