Scharfer Hahnenfuß

 
Scharfer Hahnenfuß
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  • Lateinischer Name
    Ranunculus acris
  • rana
    lat. Frosch, ranunculus ist die Verkleinerung zu rana
  • acer
    lat. scharf
  • Familie
    Hahnenfußgewächse/Ranunculaceae
  • Futtertyp
    Kräuter
  • Hauptblütezeit
    Apr-Sep

Beschreibung: Der Scharfe Hahnenfuß wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und besitzt ein Rhizom zur Überdauerung. Er erreicht Wuchshöhen von 30 – 110 cm. Sein Stängel ist reich verzweigt. Die Blätter sind drei- bis fünfteilig mit tief geteilten Abschnitten. Die Blüten locken mit leuchtend gelben kronblattartigen Nektarblättern ihre Bestäuber an. Sie sind von fünf behaarten Kelchblättern umgeben, die von der offenen Blüte waagrecht abstehen.

Vorkommen: Der Scharfe Hahnenfuß ist auf der gesamten Nordhalbkugel in allen Höhenlagen verbreitet. Er bevorzugt Wiesen mit stickstoffhaltigen, feuchten Lehmböden.

Wirkung: So wie viele Hahnenfußgewächse enthält auch der Scharfe Hahnenfuß Giftstoffe wie Ranunculin und Protoanemonin, die für Mensch und Tier giftig sind. Sofern genügend anderes Grünfutter zur Verfügung steht, meiden Weidetiere diese Pflanzen wegen ihres brennenden Geschmacks. Beim Menschen kann durch Berührung mit dem frisch geschnittenen Kraut die sogenannte Wiesendermatitis ausgelöst werden, eine lokale Reizwirkung des Pflanzensafts. Beim Trocknen werden diese Stoffe in das ungiftige Anemonin überführt, sodass das Heu völlig unproblematisch ist. In der Silage hingegen bleiben die Giftstoffe zwei Monate lang erhalten. Intensivnutzung mit Überdüngung führt zu Massenbeständen des Scharfen Hahnenfußes in den Wiesen.