Wiesen-Salbei

Wiesen-Salbei

Beschreibung: Der Wiesen-Salbei ist eine krautige Halbrosettenpflanze. Er wird bis zu 60 cm groß und wurzelt mit einer bis 100 cm langen Pfahlwurzel. Der vierkantige Stängel trägt ebenfalls paarig gegenüberstehende, runzelige Blätter. Die Blüten sind in Scheinquirlen angeordnet, die stark zweilippig und meist blau sind, aber auch rosa oder weiß gefärbt sein können. Im unteren Bereich sind sie röhrenförmig verwachsen. Der freie obere Teil gliedert sich in eine Unterlippe, die als Landeplatz für blütenbesuchende Insekten dient, und eine Oberlippe, unter der die Staubgefäße verborgen liegen. Nur Hummeln sind in der Lage, in die Blüte einzudringen: Dabei stößt ihr Kopf gegen einen Hebel, der einen Mechanismus auslöst und die Staubbeutel auf den Hinterleib des Insekts schlägt. Die Hummel darf sich nun mit ihrem langen Saugrüssel vom Nektar am Blütengrund bedienen. In der nächsten Blüte wird sie den Pollen von ihrem Rücken am Stempel abstreifen und für die Befruchtung sorgen.

Vorkommen: Der Wiesen-Salbei bevorzugt warme, trockene Standorte mit mäßigem Nährstoffgehalt über kalkhaltigem Untergrund. Zum Blühen benötigt er viel Licht, bei zu starker Beschattung bleiben die Rosetten steril.

Wirkung: Die gesamte Pflanze ist reich an ätherischen Ölen, die entzündungshemmend wirken. Diese Inhaltsstoffe wirken sich auch positiv auf die Gesundheit von Nutztieren aus.