Burlina

Kennzeichen: Die klein- bis mittelrahmigen Burlina Rinder zählen zu den milchbetonten Rassen. Das Haarkleid der Tiere zeichnet sich durch eine glänzende Schwarzweißscheckung aus. Sie besitzen kurze schlanke Beine und der Körper ist gestreckt mit geradem Rücken. Der Kopf mit seinem leicht konkaven Profil ist bei den Kühen etwas länger. Rassespezifisch sind auch die großen Augen und Ohren. Die Hörner sind an der Basis gelblich gefärbt und enden mit einer schwarzen Spitze.

Eigenschaften: Durch ihren Körperbau und ihr geringes Gewicht passen sich die Tiere sehr gut an steiles Gelände an. Diese milchergiebige Rasse wird hauptsächlich für die Produktion von Milch gehalten, aus der Asiago Pressato produziert wird – ein Hartkäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung.

Zuchtgeschichte: Burlina Rinder gelten als die einzige autochthone schwarzscheckige Milchrinderrasse der Alpen mit ihrer Heimat in den Provinzen Veneto und Trentino-Südtirol. Die Herkunft der Rasse ist weithin unbekannt, es gibt aber einige Theorien dazu. Eine Variante geht davon aus, dass die Tiere mit dem germanischen Volksstamm der Kimbern von Jütland aus in dieses Gebiet gekommen sind. Vom Typus her entsprechen sie aber auch den Kurzhornrindern aus dem Wallis. Ihren Höhepunkt an Beliebtheit erreichte die Rasse augrund der aufstrebenden Molkereiwirtschaft um 1900. Durch die beiden Weltkriege, aber vor allem durch den Einsatz leistungsstärkerer Rassen wurden die Tiere immer stärker zurückgedrängt. Erst 1985 wurden wieder erste Schritte zur Erhaltung der Rasse gesetzt und so widmen sich derzeit ungefähr 20 Betriebe im Veneto und in Trentino-Südtirol der Zucht dieser alten Rinderrasse.