Grigio Alpina

Kennzeichen: Die Tiere sind mittelrahmig und weisen ein silber- bis eisengraues Haarkleid auf, zuweilen mit einem bräunlichem Anflug. Im Bereich der Augen, am Hals, den Schultern und an der Außenseite der Schenkel ist das Fell dunkler gefärbt. Hingegen sind Euter, Innenseite der Schenkel, Rumpfunterseite und Umgebung des Flotzmauls von hellerer Farbe. Stiere sind stets dunkler gefärbt. Klauen, Hörner und Flotzmaul sind dunkel pigmentiert.

Eigenschaften: Grigio Alpina sind eine Zweinutzungsrasse, die besonders an die harten Bedingungen im alpinen Bereich angepasst ist. Die Tiere sind bekannt für ihre Weidetauglichkeit in extremen Gebieten, da sie über ein starkes Fundament und harte Klauen verfügen und eine Widerstandsfähigkeit gegenüber schwierigen klimatischen Bedingungen aufweisen. Als erwiesen gilt auch die gute Futterverwertung dieser Rasse, die auch bei kargem Futterangebot noch ansprechende Milch- und Fleischleistungen erzielt. Wie bei vielen alten Rinderrassen zu beobachten, sind Grigio Alpina langlebig und weisen eine ausgezeichnete Fruchtbarkeit auf.

Zuchtgeschichte: Die alte, bodenständige Rasse der Grigio Alpina zählt zur Gruppe des alpinen Grauviehs, die bereits zur Römerzeit wegen ihrer Milchergiebigkeit von den damaligen Schriftstellern erwähnt wurde. Durch die Nähe zu Österreich kam es zu einem regen Austausch von Rindern, wodurch man bei den Grigio Alpina und dem Tiroler Grauvieh von identischen Rassen ausgehen kann. Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einer verstärkten Einkreuzung von Braunvieh, wodurch der Bestand der reinrassigen Tiere stark zurückging.