Hinterwälder

Kennzeichen: Die Tiere dieser Rasse gelten als die kleinsten Rinder Mitteleuropas. Ihr Erscheinungsbild ist zierlich mit feinen Gliedmaßen. Das Haarkleid ist gelblich-rot und weiß gescheckt, der Kopf und die Beine sind stets weiß. Flotzmaul und die geschwungenen Hörner sind nicht pigmentiert.

Eigenschaften: Hinterwälder sind eine typische Zweinutzungsrasse, die sehr gut an ihren ursprünglichen Standort angepasst ist. Durch ihr geringes Körpergewicht sind sie ausgezeichnet für die Beweidung steiler Hangflächen geeignet und ihr Erhaltungsbedarf ist dem Körpergewicht entsprechend niedrig. Die Tiere gelten als genügsam und wenig krankheitsanfällig. Auf Grund ihrer Vitalität, Langlebigkeit und Leichtkalbigkeit werden sie oft in der Mutterkuhhaltung eingesetzt.

Zuchtgeschichte: Die Rasse ist die ursprüngliche Rasse des Hochschwarzwaldes. Durch die Abgeschiedenheit dieses Gebietes kam es kaum zu einer Beeinflussung durch andere Rinderrassen. Die Etablierung eines Herdbuchs im Jahr 1901 zeigt die Bedeutung der Rasse zu Beginn des 20. Jhdt. In Folge kam es aber zu einer starken Verdrängung der Hinterwälder durch leistungsstärkere Rinderrassen. Um die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren, wurde sie 1982 in ein Generhaltungsprogramm aufgenommen.