Kärntner Blondvieh

Kennzeichen: Die Tiere dieser Rasse sind mittelgroß. Sie einen relativ langen Körper mit feinem Knochenbau und einem charakteristisch langen Kopf. Wie schon aus dem Namen hervorgeht sind die Tiere einfärbig dunkelblond bis nahezu weiß. Die Schleimhäute sind hell pigmentiert, das Flotzmaul ist fleisch- bis lederfärbig. Hörner und Klauen sind wachsgelb.

Eigenschaften: Aus dem ursprünglichen Dreinutzungsrind (Milch, Fleisch, Zugtiere) entwickelte sich aufgrund der ausgezeichneten Fleischqualität ein reines Fleischrind, das wegen der guten Muttereigenschaften in der Mutterkuhhaltung sehr geschätzt wird. Das Fleisch von Ochsen dieser Rasse wurden schon sehr früh in die städtischen Ballungszentren geliefert. Die Tiere sind ruhig und robust, weshalb sie als besonders alm- und weidetauglich angesehen werden.

Zuchtgeschichte: Über die Herkunft ist wenig bekannt. Es wird angenommen, dass die Rasse aus einer Vermischung von ungarischen Graurindern mit bajuwarischen und slawischen Rindern entstand. Der Ursprung dieser Rinderrasse findet sich vor allem in Unterkärnten und in der Steiermark. Mitte des 19. Jahrhunderts nahm das Kärntner Blondvieh einen Anteil von 60 % des gesamten Rinderbestandes in Kärnten ein. Durch die Mechanisierung der landwirtschaftlichen Betriebe wurde die Rasse immer mehr zurückgedrängt. Bis zum Jahr 1980 gab es dadurch nur mehr sehr wenige reinrassige Tiere. Erst ab diesem Zeitpunkt wurden verstärkte Bestrebungen unternommen, die Rasse wieder zu etablieren. Dazu wurde 1994 ein Kärntner Blondviehzuchtverein gegründet.