Limousin

Kennzeichen: Das Limousin-Rind zählt zu den mittelgroßen bis großwüchsigen Fleischrindern. Die Tiere sind einfärbig hellrot bis dunkelrot mit kurzem, glattem Haarkleid. Die Bereiche um Augen, Flotzmaul, Brustunterseite und Schenkelinnenseiten sind aufgehellt. Die Stiere sind in der Farbgebung dunkler als die Kühe. Das Flotzmaul weist eine rosa Färbung auf, Klauen und Hörner sind hell. Der Kopf erscheint relativ klein mit breiter Stirn und breitem Maul. Die Tiere besitzen einen relativ kleinen Verdauungstrakt und einen feinen Knochenbau. Die Muskeln sind hingegen stark ausgeprägt, besonders am Rücken und an den Schenkeln.

Eigenschaften: Das Limousin-Rind ist ein robustes, an rauere Witterungsbedingungen angepasstes Rind, welches auch bei schwierigen Futterverhältnissen für eine sehr gute Fleischqualität garantieren kann. Die Tiere gelten als fruchtbar und langlebig. Eine Besonderheit dieser Rasse stellt der leichte Geburtsverlauf dar. Dadurch kam es zu einem verstärkten Einsatz dieser Rasse in der Mutterkuhhaltung. Auf Grund der problemlosen Geburten werden Limousin-Stiere auch gerne als Kreuzungspartner für Milchviehrassen eingesetzt. Wegen ihres kleinen Verdauungstrakts, feinen Knochenbaus und der gleichzeitig starken Bemuskelung ermöglichen Tiere dieser Rasse eine große Menge an hochqualitativen Fleischteilen. Die Fetteinlagerung zwischen den Muskeln ist sehr gut. Diese Eigenschaft, verbunden mit einer zarten Fleischfaser, ergibt eine gute Fleischqualität.

Zuchtgeschichte: Die Rasse stammt aus der ihr namensgebenden Region Limousin, einer wenig fruchtbaren, rauen Mittelgebirgslandschaft im Massif Central in Frankreich. Die organisierte Zucht der Limousin-Rinder begann Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei ursprünglich die Verwendung als Arbeitstier im Vordergrund stand. Erst ab 1900 entwickelte sich ein spezialisiertes Fleischrind, das in über 60 Länder exportiert wird.