Montbéliard

Kennzeichen: Diese Rasse zählt zu den mittel- bis großrahmigen Zweinutzungsrassen mit stärkerer Betonung auf Milchleistung. Die Tiere besitzen einen kräftigen Körperbau mit guter Bemuskelung. Bekannt ist die Rasse für ihre robusten Beine und starke Euter. Die Tiere sind rot-weiß gescheckt, wobei Beine, Kopf und Bauch weiß gefärbt sind. Flotzmaul und Klauen sind hell, ebenso die bei den Kühen nach oben gebogenen Hörner.

Eigenschaften: Diese ursprünglich französische Zweinutzungsrasse weist eine ausgezeichnete Milchleistung und –qualität auf. Die männlichen Kälber finden mit einem Alter von ca. 3 Monaten in der Kalbfleischproduktion Verwendung, aus den ein- bis zweijährige Stieren wird Rindfleisch gewonnen. Oftmals werden für die Fleischproduktion Montbéliard-Kühe mit Charolais-Stieren belegt, um die Fleischausbeute zu erhöhen.

Zuchtgeschichte: Der Ursprung dieser Rasse liegt im französischen Jura und in der Region Montbéliard in Frankreich. In dieses Gebiet kamen im 18.Jhdt. mit der Ansiedlung der Mennoniten Berner Simmentaler Rinder, die in Folge mit lokalen Landrassen gekreuzt wurden. Aus diesen Kreuzungen gingen die Montbéliard – erste namentliche Erwähnung 1870 – hervor, die im Jahr 1889 als eigene Rasse anerkannt wurde. Durch ihre Leistungsstärke verdrängten sie sukzessive alteingesessene Rassen im Gebiet des westlichen Juras im Osten Frankreichs. Durch das Einkreuzen von Red Holstein im Jahr 1972 kam es zu einer weiteren Steigerung der Milchleistung, wodurch sie sich zu einer der wichtigsten Rinderrasse zur Milcherzeugung in Frankreich entwickeln konnte. Tiere der Rasse wurden in viele Länder exportiert, so auch in die Schweiz. In der Schweiz liegt das Hauptzuchtgebiet dieser Rasse im Jura, mit Verbreitung in der gesamten Westschweiz.