Original Simmentaler

Kennzeichen: Das Simmentaler Fleckvieh ist eine alte, mittelgroße bis große Zweinutzungsrasse. Die Tiere verfügen über einen harmonischen Körperbau mit ausgeprägter Bemuskelung. Rassetypisch ist die Scheckung, gelegentlich sind Tiere aber auch mit nur wenigen weißen Abzeichen gedeckt. Die Haarfarbe variiert von hellgelb bis zu dunklem Rotbraun. Der Kopf ist immer weiß, nur um die Augenpartie können rote Abzeichen auftreten, die sogenannten Brillen. Weitgehend weiß ist auch der untere Teil der Beine. Das Flotzmaul ist hell, ebenso die Klauen und Hörner.

Eigenschaften: Die Rasse zählt zu den typischen Zweinutzungsrassen mit einer ansprechenden Milchleistung, und aufgrund der starken Bemuskelung auch mit einer sehr guten Fleischleistung. Die Tiere sind widerstandsfähig und gutmütig. Die Anpassung an verschiedene Klimabedingungen machen die Tiere auch für unwirtlichere Gebiete einsetzbar. Ebenso bringen sie dank ihrer guten Raufutterverwertung gute Leistungen aus dem Grundfutter.

Zuchtgeschichte: Die Original Simmentaler bilden den Urtyp einer Rasse, die mit ca. 50 Millionen Tieren fast auf der ganzen Welt verbreitet ist. Das Stammzuchtgebiet findet sich im Berner Oberland, wo es aus verschiedenen Landschlägen, wie dem großen Saanenschlag und dem leichten Frutigerschlag hervorging. Durch ihre gute Eignung sowohl für die Milch- als auch für die Fleischproduktion wurden die Tiere bald über das Berner Oberland hinaus sehr bekannt und auch über Europa hinaus auf andere Kontinente exportiert. In vielen Ländern wurden die Tiere nur für die Fleischproduktion herangezogen und für Gebrauchskreuzungen mit Fleischrindern eingesetzt. Um die Milchproduktion der Rasse zu steigern, wurden in der Schweiz und im übrigen Alpenbereich Milchrassen, hauptsächlich die Rasse Holstein, eingekreuzt. So kam es zur Verdrängung des Originalen Simmertaler Rindes. Um ein Aussterben dieser ursprünglichen Rasse zu verhindern, wurde in der Schweiz das Projekt „Edelweiss-Simmentaler“ gegründet. So soll der typisch Schweizerische Alpenkuhtyp erhalten bleiben.