Swiss Fleckvieh

Kennzeichen: Diese Rasse zählt zu den milchbetonten Zweinutzungsrassen mit mittlerem Rahmen. Die gescheckten Tiere weisen eine hellrote bis dunkelrote Grundfarbe mit weißen Flecken auf, selten auch weiße Farbe mit roten Flecken. Oft sind Bauch und Beine weiß behaart, die Schwanzquaste ist immer weiß. Flotzmaul und Klauen sind meistens hell, können aber auch dunkel gefärbt sein – abhängig davon, welche der beiden Ursprungsrassen (Simmentaler, Red Holstein) dominanter auftreten.

Eigenschaften: Die milchbetonte Zweinutzungsrasse soll die Vorteile beider Herkunftsrassen – die Milchergiebigkeit der Red Holstein und die Robustheit und den Muskelansatz der Simmentaler – vereinen. Daher wird in der Zucht auch großer Wert auf funktionale Merkmale wie Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit gelegt. Die Rasse eignet sich im Speziellen für die Weide- und Grünlandbetriebe im Voralpengebiet der Schweiz, die den Tieren eine gute Futtergrundlage bieten können.

Zuchtgeschichte: Swiss Fleckvieh ist eine relativ junge Schweizer Rinderrasse. Die Rasse ist durch die Einkreuzung von Red Holstein-Stieren in die Schweizer Simmental Rasse entstanden. Das eigene Zuchtprogramm begann durch die künstliche Besamung mit Swiss Fleckvieh-Stieren in den 1970er Jahren. Die Genetik der heutigen Swiss Fleckvieh Population setzt sich zirka zu 2/3 aus der Rasse Red Holstein und zu einem 1/3 aus Simmentaler zusammen. Das Hauptzuchtgebiet liegt im Kanton Bern mit starker Verbreitung in der westlichen und nördlichen Schweiz.