Heumilchwirtschaft zieht dem Gesamtmarkt davon

Heumilchwirtschaft zieht dem Gesamtmarkt davon

Obmann Karl Neuhofer wurde auf der Hauptversammlung der ARGE Heumilch für eine weitere Periode bestellt – Absatz steigt 2012 um rund acht Prozent – Offensive Marketingaktivitäten und starke Partnerschaften mit dem Handel bleiben weiterhin erklärte Ziele

Bei der Hauptversammlung der ARGE Heumilch Österreich in Eugendorf bei Salzburg stand diese Woche die Neuwahl des gesamten Vorstandes auf dem Programm. Die Mitglieder wählten Karl Neuhofer aus Strasswalchen wieder einstimmig zum Obmann, Gerhard Woerle und Othmar Bereuter zu seinen Stellvertretern. Obmann Karl Neuhofer konnte eine erfreuliche Bilanz über das abgelaufene Wirtschaftsjahr ziehen. „Es ist uns gelungen, Heumilch als positive Marke im Handel und bei den Konsumenten weiter zu festigen. Mit gezielten und intensiven Marketingaktivitäten wollen wir diesen Trend beibehalten und auch in Zukunft die Nachfrage nach österreichischer Heumilch steigern“, skizziert Neuhofer die Ziele der ARGE. Schließlich konnte 2012 die gesamte österreichische Heumilchmenge von über 400 Millionen Kilogramm als Heumilch-Produkte vermarktet werden. Der Absatz von Heumilch-Produkten in Österreich hat sich 2012 um fast acht Prozent auf 41.000 Tonnen erhöht. Rund die Hälfte davon wird exportiert.

Absatzplus bei Heumilch-Produkten
2012 entwickelte sich die Heumilch deutlich besser als der Gesamtmarkt an Molkereiprodukten, deren Absatz im Vorjahr um 0,5 Prozent sank. Die Heumilch-Produkte hingegen legten im selben Zeitraum um rund acht Prozent auf 41.000 Tonnen zu. Die weiße Palette steigerte sich dabei um mehr als acht Prozent auf nahezu 36.000 Tonnen, der Käsebereich um rund ein Prozent auf 4.500 Tonnen. 12,6 Prozent betrug das Plus beim Umsatz von Heumilch-Produkten. Mit einem Exportanteil von etwa 50 Prozent erobern Heumilch-Produkte auch neue Märkte außerhalb von Österreich.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung des Heumilch-Zuschlags für die Heumilchbauern. Dieser lag 2012 bei rund 4 Cent pro Kilogramm und hat sich damit seit dem Start der Heumilch-Offensive im Jahr 2009 verdreifacht. Erfreulich auch für Neuhofer, denn: „Die gesteigerte Nachfrage nach österreichischer Heumilch erhöht die Wertschöpfung für die Heumilchbauern, die Verarbeiter und die Vermarkter – ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherung der österreichischen Heumilchwirtschaft.“

Bekanntheitsgrad soll weiter wachsen
Die ARGE Heumilch setzt auf umfangreiche Werbeaktivitäten, um auch in Zukunft die Heumilchwirtschaft zu stärken und Lust auf Heumilch zu machen. Dabei stehen die Themen Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Genuss im Mittelpunkt. Im Rahmen der Hauptversammlung gab Heumilch-Koordinator Andreas Geisler einen Einblick in die laufende Kommunikationsoffensive der ARGE. Dazu zählen TV-Spots, Plakatwerbung sowie Inserate in Print und Online, jeweils mit Schwerpunktphasen im Frühling, Sommer und Herbst.

Teil der aktuellen Frühjahrspromotion ist ein Gewinnspiel, wobei die Teilnehmer mit Beiträgen für eine bessere Umwelt ein Elektroauto gewinnen können. Des Weiteren wurde bereits das neue Heumilch-Kinderbuch „Juhu, so wird Heu gemacht!“ vorgestellt. „Beide Aktionen verlaufen sehr positiv. Wir verzeichnen eine hohe Beteiligung beim Gewinnspiel und zahlreiche Bestellungen für das Kinderbuch“, freut sich Geisler. Weitere Gewinnspiele, die Kuhartenfibel oder das Käsewörterbuch bilden unter anderem die Akzente im Sommer und im Herbst.

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