Neue Fibel: ARGE Heumilch stellt Vielfalt der Rinderrassen vor

Neue Fibel: ARGE Heumilch stellt Vielfalt der Rinderrassen vor

Heumilchbauern setzen auf Rinderrassen, die perfekt auf die Anforderungen der Heumilchwirtschaft angepasst sind – artgerechte Haltung und hoher Futterreichtum als Grundlage für beste Heumilch – Sepp Forcher und Karl Neuhofer präsentieren neue Rinderfibel

Nach der „Gräser- und Kräuterfibel“ sowie der „Wiesen-, Weiden- und Almenfibel“ präsentiert die ARGE Heumilch ein neues Nachschlagewerk ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: In der neuen Fibel werden 22 Rinderrassen der österreichischen Landwirtschaft im Detail vorgestellt. Die Bandbreite reicht vom Tiroler Grauvieh über die Jochberger Hummeln bis zum Waldviertler Blondvieh. Außerdem wird auf anschauliche Art und Weise aufgezeigt, was Kühe eigentlich fressen, warum sie Milch geben und wie ein Kuhmagen funktioniert. Leser der Fibel erfahren unter anderem, dass eine Heumilchkuh pro Tag bis zu 100 Kilogramm Gras und 20 Kilogramm Heu fressen kann.

Gesunde und widerstandsfähige Tiere
Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen für uns Heumilchbauern nicht nur bei der Fütterung, sondern bei der gesamten Tierhaltung im Mittelpunkt“, erklärt Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch. Neuhofer betont, dass die österreichischen Heumilchbauern auf Rinderrassen setzen, die perfekt auf die Anforderungen der Heumilchwirtschaft angepasst sind: „Wir halten gesunde und widerstandsfähige Tiere, die sich auch bis in hohe Almlagen hervorragend zurechtfinden.“ Die artgerechte Haltung und der hohe Futterreichtum seien die Grundlage für beste Heumilchqualität.

Sepp Forcher, Botschafter für Artenvielfalt, begrüßt die neue Fibel: „Heumilch und Pinzgauer Rind sind auf dem besten Weg, wieder zu jenen Selbstverständlichkeiten zu werden, die sie für viele Generationen vor uns waren.“ Er fordert auf, Stolz und Heimatliebe aufzuwecken: „Damit wir begreifen, dass hohe Qualität und edle Rasse nicht der Geldgier und der Konzernsucht geopfert werden dürfen.“

Weidewirtschaft bindet CO2
Lesern der Fibel wird unter anderem aufgezeigt, wie die Heumilchwirtschaft Ressourcen schont – von der Fütterung bis zum Wasserfußabdruck. Außerdem bindet Weidewirtschaft CO2 – Karl Neuhofer: „Durch eine nachhaltige Grünlandnutzung wird der Humusaufbau im Boden gefördert. Humus ist wegen seines hohen Kohlenstoffgehaltes ein sehr guter Speicher für Kohlendioxid.“ Durch den Humusaufbau werde das Abströmen von Kohlendioxid in die Atmosphäre verhindert.

Beitrag zu Biodiversität
Der fachliche Teil der Fibel kommt von Dipl.-Ing. Roswitha Weißensteiner und Ao. Univ. Prof. Dr. Werner Zollitsch von der Universität für Bodenkultur in Wien. „Die Vielzahl der verschiedenen Rinderrassen ist ein Beitrag zur Biodiversität in der Agrarwirtschaft“, erläutern die Autoren. „Die Erhaltung dieser Vielfalt ist nicht selbstverständlich – auf globaler Ebene nimmt sie wegen der Konzentration auf wenige, leistungsstarke Rassen ab.“

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